Riesa, 20.03.2016, von Martin Werner

Vorösterlicher Ausbildungsdienst im THW Ortsverband Riesa

Einmal im Monat findet samstags bei uns der Ausbildungsdienst für alle Gruppen statt, gestern früh war es dann wieder einmal so weit.

Für unsere Fachgruppe Wassergefahren (FGr W) begann dieser allerdings anders als geplant. Kurz nach Dienstbeginn wurde diese Gruppe durch die integrierte Regionalleitstelle Dresden zu einer Alarmübung nach Zeithain in ein Kieswerk alarmiert. Die Kameraden vom DRK Riesa und der Freiwilligen Feuerwehr Zeithain waren bereits vor Ort, als unsere Fachgruppe Wassergefahren (FGr W) ihre Boote zu Wasser lies. Auf einem Schwimmbagger der Firma Holcim Kieswerk Zeithain GmbH & Co. KG verletzte sich ein Mitarbeiter, auf einer Arbeitsbühne einer Schwimmplattform, so schwer, dass er diese nicht mehr selbstständig verlassen konnte. Bereits auf der Arbeitsbühne übernahmen zunächst die Kräfte des DRK Riesa die Erstversorgung des Verunglückten, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zeithain führten, durch das Abseilen des Betroffenen, den sicheren Verletztentransport von der Arbeitsbühne auf den Boden der Schwimmplattform durch. Von dieser Plattform aus, wurde der Verletzte, auf einem schwimmfähigen Spineboard, in eines unserer Mehrzweckarbeitsboote (MzAB) übergeben und patientengerecht über das Wasser transportiert. Dort angekommen, setzte sich die im Hintergrund angelaufene Rettungskette, durch die Übergabe an den Rettungsdienst fliesend fort. Während der Verletztenübergabe vom Wasser an's Land, erreichte unsere Bootsgruppe ein weiterer Notruf. Einer der anwesenden Übungsbeobachter war durch eine Unachtsamkeit von der Schwimmplattform ins einstellig kalte Wasser gestürzt und drohte in den gefährlichen Abbruchbereich des Kieswerkes abzutreiben. Nur kurze Zeit später war unser Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) erneut in unmittelbarer Nähe der Schwimmplattform, nahm den Verunglückten über die Bugklappe sicher auf und brachte ihn ebenfalls schonend an Land.

Nach dem Erfüllen dieser Übungsaufgaben, gab es für unsere Helfer der Fachgruppe Wassergefahren (FGr W) vor Ort noch eine freudige Überraschung!
Unser langjähriger Partner und Unterstützer, die Firma Holger Krüger Heizungsbau, spendete uns ein Kombigerät aus Echolot und Kartenplotter für eines unserer Mehrzweckarbeitsboote (MzAB).
Noch vor Ort wurde das neue Gerät montiert und direkt auf dem Übungsgelände, zur Begeisterung der Bootsführer, praktisch ausprobiert.

Wir möchten uns, auch im Namen von THW Ortsvereinigung Riesa e.V., herzlich bei der Firma Holger Krüger Heizungsbau für diese tolle Spende bedanken!
Ebenfalls bedanken möchten wir uns für die gute Zusammenarbeit aller an der Übung Beteiligten, allen involvierten Rettungskräften, sowie der Firma Holcim Kieswerk Zeithain GmbH & Co. KG.

In unserem Ortsverband lief währenddessen der geplante Ausbildungsdienst.
Die Grundausbildungsgruppe beschäftigte unser Ausbildungsbeauftragter im Rahmen der Holzbearbeitung mit dem Anspitzen von Pfählen. Im Zuge der Metallbearbeitung wurde mittels motorbetriebenem Trennschleifgerät ein defekter Metallspind zerlegt und im Anschluss der praktische Umgang mit Ketten und Drahtseilen geübt.

Unsere Jugendgruppe stellte zunächst ihr mehrwöchiges Projekt, in Vorbereitung zum 20-jährigen Jubiläum von Technisches Hilfswerk ( THW ) Landesverband (LV) Sachsen Thüringen, fertig. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt etwas mehr...
Die Jugendlichen übten den Umgang mit Leinen, sowie das richtige Sichern von Verletzten auf Tragen. Auch das Überwinden von Höhenunterschieden beim Transport von Verletzten wurde geprobt. Im Anschluss daran wurden der Aufbau von Beleuchtungseinrichtungen sowie die dazugehörige Stromversorgung praktisch durchgeführt. Kurz vor Jugenddienstende beriefen die Junghelfer- innen eine Projektgruppe zur Gestaltung des eigenen Jugendraumes ein.

Die Bergungsgruppen wiederholten zunächst theoretisch die Grundlagen und Grundsätze zum Auffinden von verletzten Personen und deren Transport aus Schadensstellen.
Praktisch wurde ohne und mit den vielfältigen Transport- und Rettungsmitteln der 2. Bergungsgruppe der Transport von Verletzten trainiert.
Unsere Atemschutzgeräteträger nutzen diese Ausbildungseinheit zu einem Verletztentransport über eine schiefe Ebene unter Atemschutz.

Im Hintergrund agierte unser Stab administrativ, sorgte für eine köstliche Verpflegung von früh bis spät, plante kommende Ausbildungsmaßnahmen und organisierte den "Ortsverband-Frühjahrsputz".

 

Wir bedanken uns bei allen aktiven Helfer- innen welche gestern die freie Zeit zum Ausbildungsdienst gefunden haben!


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